Seminarplan: Macht. Staat. Gesellschaft.

Liebe Mitmenschen,

an dieser Stelle findet ihr den Seminarplan für unser offenes Seminar: Macht. Staat. Gesellschaft.

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Seminarplan

Offenes Seminar Ankündigungstext

Macht. Staat. Gesellschaft.
Offenes Seminar materialistische Staatstheorie

Momentan wird oft von einem Bedeutungsverlust von Staaten gesprochen. Angesichts der (angeblichen) Sachzwänge der Globalisierung scheinen Staaten zunehmend handlungsunfähig zu sein, viele ursprünglich öffentliche bzw. staatliche Bereiche und Zuständigkeiten werden privatisiert. Gleichzeitig haben Staaten jedoch als militärische Kontroll-, Gewalt- und Überwachungsapparate an Bedeutung gewonnen.

Welche Rolle spielt der Staat in der Globalisierung? Verliert er wirklich an Bedeutung, oder durchläuft er zur Zeit viel mehr eine Transformation?
Was ist überhaupt der Staat und welche Funktionen hat er in einer kapitalistischen Gesellschaft? Was hat er mit Rassismus, Sexismus und Demokratie zu tun?
Kann er als Bezugspunkt helfen, gesellschaftlich sinnvolle Veränderungen voranzutreiben, oder sollte er sogar abgeschafft werden?

Dies sind Fragen, die im Seminar untersucht und diskutiert werden sollen, denn es ist aktueller und wichtiger denn je, sich mit Staatstheorie zu beschäftigen, um gesellschaftliche und politische Prozesse auf lokaler und internationaler Ebene verstehen und kritisch hinerfragen zu können. Angenähert werden soll sich diesen Themen hauptsächlich mit Hilfe der materialistischen Staatstheorie. Die Basis sollen Auszüge aus dem Buch Hirsch, Joachim (2005): Materialistische Staatstheorie, VSA Verlag, bilden. Auch feministische und anarchistische Perspektiven sollen miteinbezogen werden.

Das Seminar ist als selbst organisierter Lesekreis konzipiert. Nicht nur die Inhalte, sondern auch die Art sich diese anzueignen sollen von den TeilnehmerInnen gleichberechtigt bestimmt werden. So besteht die Möglichkeit, anders zu lernen, neue Methoden auszuprobieren und eigene Wünsche direkt einzubringen.

Boykott Alice Salomon Hochschule Berline

Debatte um marktorientiertes CHE-Ranking wird erstmals offen geführt
„Ganz Gallien?“
„Nein,……!“

Pünktlich zu Beginn des neuen Semesters kündigte die Alice-Salomon Fachhochschule für Sozialwesen in Berlin-Hellersdorf ihren Studierenden das diesjährlich auch für uns stattfindende sogenannte CHE-Ranking an.
Dieses Ranking, erdacht vom Centrum für Hochschulentwicklung (CHE), soll die Qualität von Hochschulen ermitteln und so zu einer besseren Vergleichbarkeit der Universitäten und Fachhochschulen für Studieninteressierte und Studierende beitragen.

Aus Sicht der Studierendenvertretung, geht es hierbei aber um ganz andere Interessen.
Das CHE-Ranking, welches, nach eigener Darstellung das umfassendste und detaillierteste Ranking deutschsprachiger Universitäten und Hochschulen darstellt, wird für Politik und Wirtschaft immer mehr zum Indikator für die Qualität oder das Versagen einer Hochschule.
Die Vergabe von Geldern ist an dieses Ranking geknüpft, Politiker riskieren gerne einen Blick in diese Aufstellungen bevor sie monetäre Entscheidungen treffen.
Die Frage ob Studierende einen Job bekomme oder nicht wird immer mehr an die Frage gekoppelt ob die jeweilige Hochschule gut bewertet wurde.

Der AStA der ASFH, stellt sich gegen diese Entwicklung, wir haben unsere Studierenden Aufgerufen das diesjährige CHE-Ranking zu boykottieren.
Wir sind nicht gewillt in einer ohnehin schon auf Wettbewerb und Verwertbarkeit ausgerichteten Gesellschaft uns auch diesem, von wirtschaftlicher Seite erdachten- das CHE ist ein Produkt der Bertelsmann Stiftung- weiteren Instrument der Einflussnahme von reaktionären Strömungen auf die Hochschullandschaft zu unterwerfen.

Unsere Hochschulleitung hat nach Bekanntgabe unseres Boykotts, neben der Androhung von Repressalien welche die freie Meinungsäußerung betreffen, zu einer offenen Diskussion über dieses Thema mit allen Studierenden der betroffenen Semester am Donnerstag den 18.10.07 um 11.00 Uhr aufgerufen. Andrea Remmers vom AStA erklärt hierzu: „Wir laden hiermit auch alle anderen an diesem Thema interessierten Menschen zu dieser Diskussion ein. Wir sind der Auffassung, dass Schluss sein muss mit Heimlichkeiten und unzufriedenem Gemunkel in den Hinterzimmern“.

AStA der ASFH, Berlin

Der Boykott wird ausdrücklich unterstützt von:

Landes Asten Konferenz Berlin (LAK Berlin), AStA der FU, ReferentInnen Rat der HU, AStA der UDK, AStA der TFH

http://de.indymedia.org/2007/10/197251.shtml

CHE- Boykott an der ASFH ein durchschlagender Erfolg

Der AStA der ASFH freut sich mitteilen zu können, dass des CHE- Rankingboykott an der ASFH erfolgreich gewesen ist.

Eine Sprecherin des CHE teilte uns kürzlich mit, dass sie nach Rücksprache mit dem Rektorat unserer Hochschule zu dem Schluss gekommen wären, dass die nur spärlich eingegangenen Antworten auf das Ranking nicht veröffentlich werden können. (mehr…)

links

Diskussion und Kritik am CHE Ranking im Sozialwissenschaftlichen Institut der HHU Düsseldorf
http://www.phil-fak.uni-duesseldorf.de/sozwiss/forum/viewtopic.php?t=951

Boykottieren oder mitmachen? CHE-Ranking in der Kritik
http://www.studis-online.de/HoPo/art-716-ranking-boykott.php

Ranking der Universitäten zunehmend unter Kritik
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/26/26469/1.html

US-Unis rufen zum Ranking-Boykott auf
http://derstandard.at/?url=/?id=3011201

Österreich beteiligt sich nicht mehr am CHE-Hochschulranking
http://derstandard.at/?url=/?id=3002680

Wie das Centrum für Hochschulentwicklung Politik an Hochschulen macht
http://www.studis-online.de/HoPo/art-689-che-politik.php

»Die Magie der Zahlen« – die Hochschulverrenkungen von AOL, McKinsey und SPIEGEL
http://www.students.uni-marburg.de/~Fachs04/spiegelranking.html

WR Artikel 22.2.08

Das CHE: Reformwerkstatt oder liberale Meinungsmacher?
22.02.2008 / Mantel Sonstige

Von Matthias Korfmann

und Bernd Peters

Der Essener Bildungsforscher Rolf Dobischat meint: „Das CHE dient denen, die das Hochschulwesen immer weiter liberalisieren. Es gibt ja kaum noch etwas, wo Bertelsmann nicht drin ist: Akkreditierungen, Rankings, Studiengebühren. Das geschieht unter dem Mantel einer gemeinnützigen Stiftung. Die ,Bertelsmänner‘ holen sich sogar Geld von der Deutschen Forschungsgemeinschaft für Arbeit, hinter der wohl auch privatwirtschaftliche Interessen stehen.“

Ähnlich sieht dies die Romanistik-Professorin Ursula Link-Heer von der Uni Wuppertal. „Das CHE tut so, als ob es über allem stehe. Das ist eine Anmaßung. Kein Physiker käme auf den Gedanken, einer Literaturwissenschaftlerin ihre Studiengänge vorzuschreiben – oder umgekehrt. Das CHE macht sogar Modellversuche für die Hochschulrektorenkonferenz. Das kommt einer Kapitulationserklärung der Rektoren gleich.“ Insbesondere die Uni Wuppertal werde im Hochschulranking geradezu deklassiert.

Link-Heer hält die Recherche für das Ranking für oberflächlich. „Die Zahlen über die Romanistik stimmen nicht, und kaum ein Studierender füllt die Fragebögen aus.“

Der Leiter der NRW School of Governance, Prof. Karl-Rudolf Korte, hält ebenfalls eine kritische Distanz zum CHE: „Es geht da meist um Nützlichkeit. Leistungskriterien bestimmen immer mehr den Alltag in den Unis. Aber man kann Geisteswissenschaften nicht nur nach solchen Kriterien bewerten. Ihre Leistung lässt sich so nicht messen.“ (mehr…)

Boykott FH Ludwigshafen

Resolution der Evangelischen Fachhochschule Ludwigshafen „Boykott des Hochschulrankings des Centrums für Hochschulentwicklung“

Die Evangelische Fachhochschule Ludwigshafen, Hochschule für Sozial- und Gesundheitswesen, beteiligt sich ab sofort nicht weiter an den Datenerhebungen des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) und verzichtet auf die Aufnahme im CHE-Hochschulranking.

Die Gründe hierfür liegen auf mehreren Ebenen. So lehnen wir die einseitige hochschulpolitische Ausrichtung des CHE ab, durch die ein Bildungsbegriff transportiert wird, der vornehmlich an marktwirtschaftlichen Leitsätzen, nicht aber an Kriterien gesamtgesellschaftlicher Nützlichkeit orientiert ist. Darüber hinaus gibt es begründet Zweifel an der Repräsentativität der erhobenen Daten sowie Kritik an Methodik der Datenerhebung und -interpretation. (mehr…)

Selbstverständnis des AKs

Der AK Bildungspolitik hat sich gegründet um eine kritische Diskussion über das CHE-Ranking anzustoßen, als das Institut der Sozialwissenschaften an der Uni Düsseldorf offensiv für eine Teilnahme an der Befragung warb. So haben wir unter Anderem eine Podiumsdiskussion mit Befürwortern und Gegnern des CHE und des Rankings organisiert. Die Veranstaltung war gut besucht und die Diskussion sehr lebhaft, was uns gezeigt hat, dass das Thema für viele relevant ist. (mehr…)

Wer rankt, der lenkt? – Videos und Presseartikel

Am Mittwoch, den 16. Januar 2008 fand in der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf eine Podiumsdiskussion über das CHE-Ranking statt. Das CHE-Ranking ist das meistgenutzte Ranking deutscher Hochschulen. Die Methoden des CHE-Rankings, seine inhaltliche Ausrichtung und die privatwirtschaftlichen Verknüpfungen wurden in letzter Zeit von verschiedenen Seiten scharf kritisiert, Studierendenvertretungen rufen zum Boykott des Rankings auf. Wir luden zur Diskussion. Auf dem Podium waren Befürworter und Gegner des CHE-Rankings vertreten.

Die Campuspresse hat berichtet.

-Hier zwei Videos des OASE-Magazins.
-Einen Artikel in der Campus Delicti #261 findet ihr auf Seite 6.